Archiv der Kategorie: Netzpolitik

Kleine Rückschau auf die Crypto-Party in München

Die Piratenpartei München hatte am Samstag um 15:00 zur „Cryptoparty“ geladen. Auf einer Cryptoparty wird weder gefeiert, noch Freibier ausgeschenkt: Interessierte lernen auf diesen Partys, wie man im Internet Kommunikationswege so verschlüsselt, so dass sie von Aussenstehenden und Geheimdiensten nicht abgehört werden können.

Trotz Temperaturen um die 37 Grad war die Freiheiz-Halle am Rainer-Werner-Fassbinder-Platz in München mit 150 Teilnehmern sehr gut besucht.

Die Vortragsreihe begann mit einer Präsentation von Katharina Nocun, politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, und mir. Zusammen veranschaulichten wir die verschiedenen Wege, auf die im Netz Daten anfallen und damit auch gespeichert werden können und zeigten auf, wie man sich dagegen privat und vor allem politisch schützen kann (Folien, Video).

Der Höhepunkt der Veranstaltung aber war der Workshop der IT-Spezialisten Nicole Britz und Michael Renner, die den gespannten Zuhörern erklärten, wie sie mit einfachen Mitteln E-Mails GPG-verschlüsseln können (Folien).

Alles in allem ist das in meinen Augen ein voller Erfolg gewesen, auch weil wir viel wertvolles Feedback erhalten haben, mit dem wir die nächste Cryptoparty noch besser werden machen können.

Ein paar Impressionen:

1 2 Michael Renner und Nicole Britz erklären E-Mail-Verschlüsselung

Nie wieder!

Auf Reddit hat ein Benutzer einen gespenstischen Beitrag zu PRISM verfasst. Er erinnert mich sehr an die Geschichten, die ich von meiner Familie aus dem Rumänien vor 1989 kenne. Weil der Autor den Kommentar gemeinfrei gemacht hat – und ich kaum eloquenter sein könnte –, habe ich mir mal die Mühe gemacht, ihn ins Deutsche zu übersetzen. Meine Übersetzung ist ebenfalls, soweit nach deutschem Recht überhaupt möglich, gemeinfrei.

Denn wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, was in unseren Ländern schon einmal passiert ist. Damit es nie wieder passiert. Continue reading

Piraten auf dem Isarcamp

Vom 3. bis 9. Juni 2013 fand in München die 2. Münchner Webwoche – veranstaltet durch das Isarnetz – statt. Diese Reihe von Events soll Startups in der Internetwirtschaft dabei helfen, auf die Beine zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Der Abschluss der Woche war dabei dieses Mal das erste Isarcamp. Veranstaltungsort waren die Gebäude rund um die Nachtkantine in der Kultfabrik am Ostbahnhof. Thematisch ging es dort vor allem um Collaborative Consumption, Crowdfunding und Collective Intelligence.

Natürlich war unser erster Gedanke, dass wir Piraten uns da blicken lassen müssen. Welche Branche liegt uns Piraten näher als Start-Ups der Internetwirtschaft? Schlussendlich gingen  Anna Lang (Landtagskandidatin), Wolfgang Britzl (Basis) und ich auf dieses BarCamp.

Zuerst waren wir jedoch skeptisch. Viele Nachrichten der letzten Monate waren für uns Piraten nicht gerade motivierend. Wie würde man uns dort aufnehmen? Skeptisch? Würde man uns belächeln oder gar nicht erst akzeptieren? War Politik dort vielleicht gar nicht erwünscht oder Vernetzung mit uns ungern gesehen? Wir hatten keinerlei Vorstellung davon, wen wir dort antreffen würden und wie die Veranstaltung zur Vernetzung beitragen würde.

Allerdings dachten wir uns auch: Wenn man es nicht ausprobiert, wird man es nie herausfinden! Continue reading

Falsche Regulierungen essen Innovation auf

Ich habe auf der Seite der bayerischen Piraten etwas zum Ende von Sipgate One geschrieben.

Die New Economy bietet nach wie vor großartige Entwicklungs- und Wachstumspotentiale. Doch eine große Zahl neuartiger Produkte und Dienste ist in Deutschland nicht erhältlich, geschweige denn hier beheimatet. Warum eigentlich?

Ich spare mir mal, den Text komplett herzukopieren und setze bloß einen Link auf den Artikel.